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Wirtschaft » National

Milchpreise bröckeln: NÖM und Berglandmilch warten

04.02.2009 | 13:28 | (APA)

Bild: APA (Schlager)

Die Erzeugermilchpreise beginnen in Österreich wieder einmal zu bröckeln. Tirol Milch senkt ab März die Preise auf 31 Cent und bei der Großmolkerei NÖM wird im Moment mit der Molkereigenossenschaft Niederösterreich (MGN) verhandelt. Berglandmilch reagiert auf die Senkung der Tiroler Molkerei nicht, Ende Februar entscheidet der Vorstand aber über die weitere Preispolitik.

Der Handel hält sich vorerst noch bedeckt, wann die Milchpreise in den Regalen gesenkt werden. Aktuell erhält ein heimischer Milchbauer an die 31 Cent je Kilo Milch (3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß), so die Schätzung der Landwirtschaftskammer. Noch vor einem Jahr waren es im Schnitt 40 Cent. Die Berglandmilch bezahlt derzeit 37,6 Cent pro Kilo Rohmilch. Anfang Dezember 2008 wurde der Preis das letzte Mal abgesenkt. Bei der NÖM erhält ein Bauer aktuell zwischen 32 und 33 Cent.

Heuer ist es sogar möglich, dass der Preis auf unter 30 Cent je Kilo sinkt. "Wenn wir uns nicht der europäischen Marktsituation anpassen, dann sind wir nicht mehr im Regal", sagte MGN-Geschäftsführer Leopold Gruber-Doberer zur APA. Einen Preis von unter 30 Cent je Kilo hält auch IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil für möglich. Er verwies im Gespräch mit der APA auf die Situation in Deutschland, wo die Bauern bereits jetzt weniger als 30 Cent je Kilo Milch erhalten. Wenn "der Leidensdruck der Milchbauern groß genug ist" sind laut Grünzweil Streiks wie im Juni 2008 möglich.

Wann der Handel die Preise senken wird, ist noch unklar. Momentan gebe es keine Gespräche mit den Molkereien, sagte eine Sprecherin von Rewe (Billa, Merkur, Penny). Derzeit gehe der Trend aber "nach unten", weil zu viel Milch am Markt sei. Bei Mitbewerber Spar steht derzeit ebenfalls keine Milchpreissenkung im Raum. Die letzte Milchpreisänderung hat es im heimischen Handel Mitte Jänner gegeben.

(APA)

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Bild: APA (Schlager)