Österreichs Wirtschaft droht Stagnation
09.10.2008 | 10:57 | (APA)
Österreichs Wirtschaft wird im letzten Quartal dieses Jahres nicht mehr wachsen. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) erwartet für das dritte Quartal 2008 nur noch ein Wachstum des BIP von 0,2 Prozent (im Vergleich zum Vorquartal), im vierten Quartal wird das Wachstum voraussichtlich ganz zum Stillstand kommen, wie aus dem OeNB-Konjunkturindikator vom Oktober 2008 hervorgeht.
Infolge der Nachwirkungen des Energie- und Rohstoffpreisschocks und der internationalen Finanzmarktkrise hätten sich die globalen Konjunkturaussichten zuletzt weiter stark eingetrübt. Aufgrund ihrer starken Exportabhängigkeit könnte sich Österreichs Wirtschaft nicht von dieser Entwicklung abkoppeln, hieß es am Donnerstag zur Erläuterung.
Für das Gesamtjahr 2008 ergibt sich auf Grund der guten Entwicklung zu Jahresbeginn immer noch ein Wachstum des realen BIP von nahezu zwei Prozent. Die stark rückläufige Entwicklung im Verlauf des Jahres signalisiere jedoch ein wirtschaftlich sehr schwieriges Jahr 2009. Eine Rezession sei aus heutiger Sicht nicht wahrscheinlich, sofern nicht weitere unerwartete Schocks auftreten.
Gegenüber der letzten Veröffentlichung des Konjunkturindikators vom Juli 2008 wurde die Wachstumsprognose für das dritte Quartal 2008 um 0,2 Prozentpunkt nach unten revidiert.
Die drei Jahre dauernde Hochkonjunkturphase der österreichischen Wirtschaft ist mit dem zweiten Quartal 2008 endgültig zu Ende gegangen. Bereits im zweiten Quartal wuchs das reale BIP schwächer als im langjährigen Durchschnitt. Das Wachstum wurde angesichts günstiger außenwirtschaftlicher Rahmenbedingungen und der hohen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Unternehmen bis zuletzt im Wesentlichen von der Exportwirtschaft getragen, so die OeNB.
(APA)
