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Wirtschaft » National

Höchste Inflation seit 15 Jahren: 3,7 Prozent im Mai

16.06.2008 | 10:13 | (DiePresse.com)

Bild: (c) REUTERS (Jayanta Shaw)

Treibstoffe und Nahrungsmittel führten zur stärksten Entwertung des Geldes in Österreich seit exakt 15 Jahren. Ein Euro ist 3,7 Prozent weniger wert als im Mai 2007 und 0,7 Prozent weniger als im April 2008.

Die Inflationsrate ist in Österreich im vergangenen Monat wegen der starken Verteuerungen bei Sprit und Nahrungsmitteln nochmals in die Höhe gesprungen. Die Jahresrate stieg im Mai auf 3,7 Prozent, den höchsten Stand seit fünfzehn Jahren. Im April hatte die Teuerung im Jahresabstand noch 3,3 Prozent betragen. Zuletzt hatte die Inflation im Dezember mit 3,6 Prozent einen neuen Rekordwert erreicht.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat Mai 2008 betrug 107,4. Basisjahr ist 2005, also liegt die Inflation seit Mai 2005 7,4 Prozent.

Diesel um 36 Prozent teurer

Für mehr als ein Drittel der Gesamtinflation zeichnete die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich +8,7%) verantwortlich. Besonders stark stiegen die Treibstoffpreise:

  • Diesel um 36 Prozent
  • Normalbenzin um 20 Prozent
  • Superbenzin um 28 Prozent

Im Durchschnitt mussten Österreicher im Mai 2008 um 27 Prozent mehr an der Tankstelle bezahlen als im Vergleichszeitraum 2007.

Auch für die Monatsinflation sind die Treibstoffpreise hauptverantwortlich. Für fast die Hälfte der Veränderungsrate zum April dieses Jahres von 0,7% war die Ausgabengruppe "Verkehr" (durchschnittlich +2,2%) verantwortlich.

EZB reagiert vielleicht bald

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Bereitschaft bekräftigt, im Kampf gegen die Inflation im kommenden Monat den Leitzins zu erhöhen. Die Notenbank befinde sich in einem Stadium "erhöhter Achtsamkeit", heißt es aktuellen Monatsbericht der Währungshüter.

(Ag.)

Mehr zum Thema:

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