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26.05.2012 23:51

Die Ich-Pleite: Nicht lesen!

05.11.2009 | 16:03 | von annemarie (Die Presse - Schaufenster)

Wenn man sich gern so gut fühlen möchte wie die Leute in der Werbung, dann muss man auch so reden. Einfach nämlich, sagen die Neurolinguisten. Die Gefühle kommen aus dem Unbewussten, und das Unbewusste versteht nur einfache Botschaften wie „freuen“, „kaufen“, „günstig“, „jetzt“. Hört es uns solche Dinge denken, dann freut sich das Unbewusste ebenfalls (und kauft vielleicht auch gleich). Umgekehrt, sagt zum Beispiel die NLP-Trainerin Yvonne Oswald, reagiert es auch sofort auf Wörter wie „schlecht“, „beschissen“ oder „furchtbar“. Es fühlt sich dann auch gleich dementsprechend. Deshalb rät Frau Oswald auch in ihrem neuen Buch „Every Word Has Power“ auf solche Wörter entweder total zu verzichten oder sie positiv umzuformulieren.

So kann man zu „pleite“, „faul“, „deprimiert“ auch „geldfrei“, „relaxt“ und – äh, ja, es gibt Wörter, zu denen findet sich schwer ein positiver Ausdruck. In einem solchen Fall kann man aber, sagt die NLP-Trainerin, auch „interessant“ sagen. Oder man wählt Verneinungen. Die versteht das Unbewusste nämlich eh nicht. Ich finde, das kann man gut bei Menschen ausprobieren, die noch mehr unbewusst handeln. Zum Beispiel bei Kindern. Zu denen kann man hundertmal sagen: „Heute darfst du nicht zu mir ins Bett!“ Sie werden so tun, als hätten sie das „nicht“ gar nicht gehört. Dieses Phänomen kenne ich übrigens auch von Männern.

PS: Hat es bei Ihnen auch (nicht) funktioniert?

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