Shopping in der Krise
16.04.2009 | 19:46 | von annemarie (Die Presse - Schaufenster)
Ich habe mir einen Mehrstufenplan ausgedacht.
- Billiger Einkaufen: Meine Sommerklamotten werde ich von heimischen Designerinnen kaufen. Die sind mindestens um die Hälfte billiger als internationale und auch nicht weniger originell.
- Noch billiger einkaufen: Sollte im Herbst immer noch Krise sein, gehe ich in die Läden mit den zwei Buchstaben im Namen. Warum zum Schmied gehen, wenn man beim Schmiedl genauso cooles Zeug kriegt?
- Secondhand: Das wurde von mir bisher krass unterschätzt! Nein, ich brauche auch dann nicht zu verzweifeln, wenn im nächsten Frühling die Konjunktur immer noch nicht angesprungen ist. Ebay, Vintage-Läden, Humana-Container, Pfarrflohmärkte – unerschöpfliche Möglichkeiten für originelles Styling!
- Gar nicht einkaufen: Sondern selber kreativ werden. Das mache ich, wenn es im Herbst 2010 auch noch kriselt. Man muss sich nicht einmal Stoff kaufen! Die Frauen nach dem Krieg haben aus alten Militärmänteln schicke Kostüme gebastelt. Die Haute Couture der 40er-Jahre wurde davon inspiriert! Wir könnten aus alten Vorhängen tolle Blusen machen und aus zerschlissenen Leintüchern lässige Hosen! Unterwäsche mit Kartoffeldruck zum T-Shirt-Up-Pimpen! Schafe züchten, spinnen, stricken, häkeln!
- Und wenn uns gar nichts mehr anderes einfällt, schauen wir halt in unsere Kleiderschränke. Da finden wir bestimmt etwas, das wir noch nie getragen haben.