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27.05.2012 00:53

Vorstellung: Joseph Gordon-Levitt

22.10.2009 | 15:59 | von Christina Böck (Die Presse - Schaufenster)

Bild: (c) 20th century Fox

Er war Alien, Stricher, beschränkter Friedhofspförtner. Jetzt sieht man ihn endlich mal in einem Liebesfilm.

Ja, das ist er. Der Teenager aus der Science-Fiction-TV-Parodie „Hinterm Mond gleich links“. Also eigentlich der alte Außerirdische, der im Körper eines menschlichen Teenagers gefangen war. Seit dem Ende der Serie sind auch schon wieder acht Jahre vergangen und Joseph Gordon-Levitt ist längst kein Kinderstar mehr. Star mag er überhaupt keiner sein. Die Politik der großen Filmstudios ist ihm sowieso verhasst. Da lobt er sich das Internet und seine kreativen Möglichkeiten (er stellt regelmäßig Videos auf hitrecord.org). Bei Joseph Gordon-Levitt dürfte es sich um einen Exkinderstar der „Jodie Foster“-Kategorie handeln.

Er hat studiert, spricht vier Sprachen, ist belesen, zitiert Camus genauso wie Tom Waits. So wurde er zu einem der bedeutendsten Schauspieler des amerikanischen Independent-Kinos. Aber doch nur einem Nischenpublikum bekannt. Seine Rollen: gewalttätiger Jugendlicher in der Nervenheilanstalt, Stricher, Aids-Kranker und ein Friedhofspförtner mit Hirnschaden. Jetzt gibt es Hoffnung: In der Romanze „(500) Days of Summer“ spielt er einen Grußkartentexter. Gut, einen unglücklich verliebten Grußkarten-texter. Man soll ja fürs Erste nicht zu viel verlangen. Aber doch ein Weg hinaus aus der Nische. Ob Gordon-Levitt das überhaupt will?

(500) Days of Summer, ab 23. 10. im Kino

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Bild: (c) 20th century Fox