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Politik » Außenpolitik

Iran will eigene Luftabwehrraketen entwickeln

22.11.2009 | 15:51 | (DiePresse.com)

Russland hat vom Iran bestellte S-300-Luftabwehrraketen noch nicht ausgeliefert.

Der iranische Verteidigungsminister General Ahmad Wahidi hat die Entwicklung eigener Luftabwehrraketen angekündigt, wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA meldete. Der Iran hat sich kürzlich darüber beschwert, dass Russland bestellte S-300-Luftabwehrraketen noch nicht ausgeliefert habe.

Die Verzögerung ist möglicherweise Folge des Drucks seitens der USA und Israels vor dem Hintergrund um den Streit über das iranische Atomprogramm. Die Abwehr von Luftangriffen auf Atomanlagen steht im Zentrum eines fünftägigen Manövers der iranischen Streitkräfte, das am Sonntag begonnen hat.

Israel hat sich mehrfach die Option offengehalten, iranische Atomanlagen zu bombardieren. Der Chef der Luftwaffe der Revolutionsgarden, General Amir Ali Hajizadeh, bezeichnete dies als psychologische Kriegführung. "Wir sind davon überzeugt, dass sie nichts gegen uns unternehmen werden, weil sie unsere Reaktion nicht abschätzen können", sagte er auf der offiziellen Webseite der Eliteeinheit, Sephannnews. "Wenn ihre Kampfflugzeuge dem iranischen Flugabwehrsystem entkommen, werden ihre Stützpunkte von unseren Boden-Boden-Raketen zerstört, bevor sie landen."

(Ag.)

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